Probleme mit der Stempelfarbexpertise.
Ein Briefmarkensammler, der sich auf das Sammeln von US-Briefmarken, Briefpapier und Postgeschichte des 19. Jahrhunderts spezialisiert hat, stellt sich immer wieder der Frage, in welchen Farben die von ihm gesammelten authentischen Briefmarken tatsächlich erscheinen sollen. Die Farben scheinen zu variieren, was es ihm schwer macht, diese Briefmarken selbst zu erlernen.

Dieser Sammler besitzt verschiedene Farbführer, die von preiswerten bis zu ziemlich teuren reichen. Was den Sammler noch mehr frustriert, ist, dass die in den verschiedenen Handbüchern gezeigten Farben für sich genommen genauso unterschiedlich sind, was ihm bei seinen Bemühungen um Selbsterkundung nicht hilft.

Wie bestimmt ein professioneller Stempelexperte die richtige Farbe für einen bestimmten Stempel oder Umschlag? Die Aufgabe eines Experten besteht darin, zu entscheiden, ob der zu untersuchende Stempel einer bestimmten Farbe entspricht oder nicht - normalerweise ist dies im Katalog und nach Erfahrung anderer aufgeführt. Genau genommen "bestimmt" der Expertizer die Farbe nur im engeren Sinne.

Wir werden den Scott 10 als Beispiel für Farbprobleme verwenden. Wenn Sie sich mit dem Farbproblem befassen, müssen Sie zunächst zu dem Schluss kommen, dass der zu untersuchende Stempel wirklich ein unperforiertes Beispiel ist und kein Beispiel von 1857, bei dem die Perforationen weggeschnitten sind.

Als nächstes müssen Sie die Tatsache berücksichtigen, dass echte Scott 10-Briefmarken von einer bestimmten Platte stammen müssen, während Scott 11-Briefmarken von verschiedenen Platten mit unterschiedlichen Eigenschaften gedruckt wurden. Die Möglichkeit, diese Briefmarken zu kennzeichnen, ist daher ein guter Ausgangspunkt. In Bezug auf die Farbe wird empfohlen, die betreffende Briefmarke mit bekannten Beispielen und mit der R.H. White Encyclopedia of the Colors of United States-Briefmarken zu vergleichen.

Diese Arbeit umfasst Farbtafeln, die der Goldstandard für die Identifizierung von Farben auf US-Briefmarken sind. In 95 Prozent der Fälle ist die Antwort klar, aber es gibt gelegentlich Stempel, bei denen keine Farbklarheit zu erwarten ist, weil der Stempel absichtlich oder versehentlich geändert wurde. "Unfall" könnte bedeuten, "verwittert" zu sein, so lange dem Sonnenlicht ausgesetzt zu sein oder eine Tasse Kaffee darauf verschüttet zu haben.

Wenn der Stempel geändert wurde, muss dies auf dem Arbeitsblatt des Experten vermerkt werden. Und die Bestimmung der Katalognummer wird ein Urteilsspruch sein. Als Faustregel für Stempelexperten gilt, dass der Stempel als die kostengünstigste oder häufigste Variante der Möglichkeiten identifiziert werden sollte, sofern der Sachverständige nichts anderes sicherstellt.

In den seltenen Fällen, in denen der Stempel nicht verändert wurde und die Farbe nicht klar ist und die Beschichtung ebenfalls nicht klar ist, muss der Experte eine Meinung ablehnen, da der Experte standardmäßig 100% sicher sein muss seiner beruflichen Meinung nach.

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