Schauspielerin Hedy Lamarr Ein Erfinder?
Hedy Lamarr gilt als eine der schönsten Frauen der Welt, wenn nicht sogar wegen ihres perfekten Teints, ihrer doe-förmigen Augen und ihrer geschürzten Lippen. Als Schauspielerin und Ikone wollte jeder Mann sie und jede Frau wollte sie sein. Obwohl Lamarr vor allem wegen ihrer Schönheit in Erinnerung blieb, hatte sie auch ein Gehirn. Wussten Sie, dass die strahlende Brünette das Konzept des "Frequenzsprungs" entdeckte? Ein Gerät zur Verfolgung der Nazi-Torpedos während des Zweiten Weltkriegs? Wo wäre unsere Kriegstechnologie ohne Hedy Lamarr heute?

1933 war Lamarr mit Fritz Mandl verheiratet, einem auf Granaten und Granaten spezialisierten Munitionshersteller. Während ihrer Ehe achtete Lamarr genau auf die geheimen Diskussionen über die Verwendung von ferngesteuerten Torpedos. Diese Art von Torpedos hatte jedoch nur ein Problem: Die Übertragung konnte leicht unterbrochen werden, daher wäre der Torpedo unbrauchbar. 1937 entkam Lamarr Mandls gewalttätigem und eifersüchtigem Griff und wanderte nach Amerika aus. Dort wurde sie eine Ikone in den MGM Studios in Hollywood, Kalifornien.

1940, ein Jahr vor dem Angriff auf Pearl Harbor, hatte Lamarr über das Problem mit der Erfindung ihres Ex-Mannes nachgedacht. Sie beschloss, eine Lösung für alle zu finden, die ferngesteuerte Torpedos verwenden wollten, ohne dass diese durch feindliche Signale "gestört" werden konnten. Im Sommer lernte Lamarr George Antheil kennen, der ein amerikanischer Musikkomponist war und ihr Miterfinder wurde. Zusammen halfen sie dabei, ein Spektrum von 88 Frequenzen zusammenzustellen, das den Tasten eines Klaviers entsprach. Diese Übertragungen haben die funkgesteuerten Torpedos erfolgreich vor Störungen geschützt!

Zwei Jahre später erhielten Lamarr und Antheil ihr Patent für ihr „geheimes Kommunikationssystem“. Sie haben mit der Regierung der Vereinigten Staaten endgültige Vereinbarungen getroffen, ihre zur Verfügung stehende Technologie zu nutzen, um sie zur Verteidigung der Kriegsführung einzusetzen. Ihr Patent wurde jedoch erst nach der Kubakrise genutzt, und selbst dann wurde ihre Arbeit nicht vollständig gewürdigt. Erst 1997 erhielt Frau Lamarr für ihre Erfindung den EFF-Preis (Electronic Frontier Foundation). Mit ihrer ikonischen dreisten und frechen Persönlichkeit nahm Miss Lamarr die Auszeichnung mit "Es ist an der Zeit!" An. Im selben Jahr erhielt Lamarr als erste Frau den BULBIE Gnass Spirit of Achievement Award, einen prestigeträchtigen Preis für Lebensleistungen für Erfinder.

Ihre Bemühungen auf dem Gebiet der Wissenschaft wurden immer noch nicht in den Wind geworfen. Ihre Erfindung des „Frequenzspringens“ wurde in den Innovationen von Mobiltelefonen, Faxgeräten und anderen drahtlosen Technologien verwendet, die wir heute verwenden. Am 9. November 2005, dem 92. Geburtstag von Lamarr, fand zu ihren Ehren der erste Erfindertag in Deutschland statt.

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