Gebärmutterhalskrebs-Screening
Die Einrichtung eines routinemäßigen Pap-Tests hat die Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs in den letzten drei Jahrzehnten um 50% gesenkt, bleibt jedoch weiterhin ein Problem. Es ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen weltweit. Schätzungen zufolge gibt es jedes Jahr über 500.000 neue Fälle. In den USA gibt es jährlich über 12.000 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs und über 4000 Todesfälle, die auf diese Malignität zurückzuführen sind.

Das jüngste Verständnis der Rolle des humanen Papillomavirus (HPV) bei der Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs hat zur Entwicklung neuer Screening-Tools geführt. Obwohl es ungefähr 35 Arten von HPV gibt, die den Genitalbereich infizieren, ist nur eine Untergruppe davon bekannt, die Gebärmutterhalskrebs verursachen. Die Typen 16 und 18 sind für über 75% der Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich, und weitere 10 Typen sind für den Rest verantwortlich. Diese werden als Hochrisikotypen bezeichnet und ihr Vorhandensein kann mit einem einfachen Tupfer festgestellt werden. Dieses Screening kann gleichzeitig mit dem Pap-Abstrich durchgeführt werden.

Der Pap-Abstrich sammelt eine Probe von Zellen aus dem Gebärmutterhals. Die zytologische Untersuchung ermöglicht die Identifizierung möglicher Anomalien. Es ist wichtig zu bedenken, dass der Pap ein Screening-Test ist. Screening-Tests neigen dazu, Abnormalitäten zu überbeanspruchen, um keine wirklichen Probleme zu übersehen. Die Folge ist, dass viele abnormale Pap-Abstriche gemeldet werden, die bei weiteren Tests zu normalen Befunden führen können. Andererseits ist es unwahrscheinlich, dass der Pap-Abstrich irgendwelche zervikalen Anomalien übersieht.

Die während des Pap-Abstrichs entnommenen Zellen werden auf Veränderungen untersucht, die auf zervikale Dysplasie oder Gebärmutterhalskrebs zurückzuführen sind. Die berichteten Anomalien können atypische Plattenepithelzellen, niedriggradige Plattenepithel-Läsionen, hochgradige Plattenepithel-Läsionen, die mittelschwere und schwere Dysplasie umfassen, atypische Drüsenzellen und Karzinome umfassen. Die weitere Bewertung hängt vom Bericht ab. Das Vorhandensein oder Fehlen von HPV-Typen mit hohem Risiko kann auch die Entscheidung für zusätzliche Tests beeinflussen.

Ein abnormaler Pap-Abstrich sollte eine weitere Bewertung auslösen. Die Kolposkopie ist ein Verfahren, bei dem der Gebärmutterhals unter Vergrößerung untersucht wird. Eine verdünnte Essigsäurelösung wird auf den Gebärmutterhals gegeben. Abnormale und normale Bereiche haben ein charakteristisches Aussehen. Die kolposkopische Untersuchung ermöglicht die Identifizierung abnormaler Bereiche, die dann biopsiert werden können. Die an der entsprechenden Stelle entnommene Gewebebiopsie liefert die richtige Diagnose. Dieser Schritt ist wichtig, da nicht erwartet wird, dass der Pap genau ist. Der Pap kann auf eine niedriggradige Läsion hinweisen, aber bei kolposkopischen Biopsien kann es zu schwerer Dysplasie oder sogar Krebs kommen.

Die Ergebnisse der Zervixbiopsie sollten dann die weitere Behandlung leiten. Wenn die Ergebnisse eine leichte Dysplasie zeigen, kann eine Beobachtung bei jungen Frauen oder solchen, die ihre Geburt noch nicht abgeschlossen haben, empfohlen werden. Schwere Dysplasie erfordert eine sofortige Behandlung. Die Resektion des betroffenen Bereichs ist die übliche Behandlung, und dies erfolgt nach einem Verfahren, das üblicherweise als Kegelbiopsie bezeichnet wird. Dieser Prozess ermöglicht das Erkennen früher Veränderungen, so dass eine angemessene Behandlung durchgeführt werden kann.

Gebärmutterhalskrebs ist einer der wenigen Krebsarten, die verhindert werden können. Dies ist auf die Verfügbarkeit eines wirksamen Screening-Programms zurückzuführen. Die Kombination aus Screening-Zytologie und HPV-Tests ermöglicht die schnelle Identifizierung von Personen mit hohem Risiko. Sobald präkanzeröse Läsionen identifiziert sind, können wirksame Behandlungen mit geringem Risiko durchgeführt werden. Bei frühzeitiger Erkennung kann sogar invasiver Gebärmutterhalskrebs erfolgreich behandelt werden. Ziel ist die Früherkennung durch Screening, damit die Behandlung so früh wie möglich erfolgen kann.

Ich hoffe, dieser Artikel hat Ihnen Informationen geliefert, die Ihnen helfen, kluge Entscheidungen zu treffen. Sie können also:

Lebe gesund, lebe gut und lebe lange!

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