Gay Birds 2 - Die Fortsetzung
Vor einigen Monaten schrieb ich über das Phänomen gleichgeschlechtlicher Vogelpaare. Ein Paar männlicher Geier wurde gewaltsam getrennt und mit weiblichen Geiern in Käfige gesetzt. Einige betrachteten die Tierpfleger, die diese Entscheidung getroffen hatten, als engstirnige Homophobe. Andere sahen sie als verantwortungsbewusste Mitarbeiter, die gerade ihre Arbeit erledigten. Die Geier waren schließlich Teil eines Zuchtprogramms in Gefangenschaft, und Sie brauchen immer noch ein Mitglied jedes Geschlechts, um sich zu vermehren.

Die Geier in dieser Geschichte waren nicht das einzige gleichgeschlechtliche Vogelpaar, das sich verliebte. Homosexualität bei Vögeln ist nicht üblich - aber auch nicht sehr selten. Bisher wurde dieses Phänomen nicht wissenschaftlich untersucht. Erst in diesem Monat veröffentlichte eine Gruppe von Wissenschaftlern einen Artikel über die Interaktionen gleichgeschlechtlicher Vogelpaare. Dieses Papier konzentrierte sich nicht auf die Paarungs- und Fortpflanzungsaktivität der Vögel, sondern auf ihre anderen sozialen Verhaltensweisen wie das Rufen und Putzen.

Es überrascht nicht, dass sie ziemlich genau wie heterosexuelle Vogelpaare sind.

Die Studie wurde an männlichen Zebrafinken durchgeführt. Sie haben diese Vögel in der Tierhandlung gesehen - es sind süße kleine Dinge mit leuchtend orangefarbenen Scheinen und zebraähnlichen Streifen auf den Federn. Zebrafinken bilden starke Paarbindungen, und es ist nicht ungewöhnlich, dass sich diese Bindungen zwischen Finken des gleichen Geschlechts bilden. Die Wissenschaftlerin Julie Elie fand heraus, dass Finken des gleichen Geschlechts, wenn sie zusammen in einem Käfig sind, sich mit ihrem „besonderen Freund“ paaren und dieselben Handlungen ausführen wie mit einem Partner des anderen Geschlechts. Paare putzen sich gegenseitig, teilen spezielle Anrufe und tippen auf Schnäbel.

Als weibliche Vögel in den Käfig aufgenommen wurden, trennten sich drei der acht männlichen Vogelpaare und „begannen, für das andere Team zu spielen“, wie das Klischee sagt. Die anderen fünf taten es nicht. Sie ignorierten die Frauen und konzentrierten sich darauf, ihre „Freunde“ zu putzen, zu picken und anzurufen.

Es ist ungewiss, ob die männlichen Liebenden versuchten, sich miteinander zu paaren. Es ist auch ungewiss, ob weibliche Vögel das gleiche Verhalten zeigen. Sicher ist jedoch, dass Vögel sehr starke Bindungen mit Mitgliedern des gleichen Geschlechts eingehen können und dass diese Bindungen wenig mit der Fortpflanzung oder der gemeinsamen Aufzucht von Nachkommen zu tun haben.

Natürlich haben die Medien diese Geschichte, die von verschiedenen Seiten behandelt wurde, auf den Prüfstand gestellt. "Homosexuelle Vogelehen sind genauso stark wie heterosexuelle", lautet die Überschrift einer Website. Ich habe keinen Zweifel, dass bis nächsten Juni jemand versuchen wird, diese Finken dazu zu bringen, in einer Parade zu marschieren (zu fliegen?). Vielleicht gibt es sogar eine Petition, damit sie zusammen mit Bert und Ernie heiraten können. Aber was zeigt diese Forschung wirklich?

Es zeigt, dass es dort draußen schwierig ist. Tiere überleben wie Menschen besser, wenn sie nicht allein sind, und es ist nicht nur Sex, der sie verbindet. Die von den männlichen Zebrafinken gebildeten Paarbindungen waren stark genug, dass mehr als die Hälfte der Paare zusammen blieb, wenn sie die Gelegenheit hatten, sich mit einer Frau zu paaren. Aber sind die Finken wirklich „schwul“ wie Menschen? Es ist schwer zu sagen. Es ist jedoch eine sehr interessante Studie.

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